Wespennest in der Hausfassade

Im Frühjahr fing alles ganz harmlos an: Eine größere Wespe, vermutlich eine "Königin", surrte regelmäßig an unserer Hausfassade entlang, suchte offensichtlich nach einem geeigneten Platz für ihren Nestbau, um einen neuen Staat zu gründen. Sie wurde fündig. Ein knapp zwei mal sieben Zentimeter großer, senkrechter Spalt im Mauerwerk schien offensichtlich ein geeignetes Plätzchen zu sein, um einem neuen Staat als Heimatort zu dienen. Dieser Spalt gehört zur Zwangsbelüftung des Mauerwerkes mit einem Hohlraum hinter der Backsteinfassade.


Es dauerte nur wenige Wochen, bis sich ein zunehmend reger Verkehr entwickelte. Zudem bemerkten wir viele kleine, helle und parallel verlaufende Streifen auf unseren Holzmöbeln sowie am verwitterten Holz des Carports. Bei Kaffee und Kuchen konnten wir ohne gegenseitige Störung beobachten, wie eine Wespe am Tischbein entlang Bausubstanz für den Nestbau besorgte.


Auffällig war, dass dieser Eingang permanent von einer Wächterin/einem Wächter beobachtet wurde, während Arbeiterinnen fleißig natürliches Baumaterial ins Nest brachten und auf dem Rückweg gleich Teile der Isolierung nach draußen transportierten.


Hier seht ihr die Collage mit Bildern von der Einflugschneise. Leider ziemlich zugewachsen, da wir uns in den letzten Wochen mit dem Rasenmäher nicht mehr in die Nähe des Nests gewagt hatten:


Makrofotografie mit rasend schnellen Winzlingen.


Wir haben dem Treiben unter Einsatz eines Schädlingsbekämpfers ein Ende bereiten müssen, da die Anzahl der Wespen binnen weniger Wochen sehr stark zugenommen hatte und wir unseren Garten/die Terrasse nicht mehr nutzen konnten. Mit einem knapp dreimonatigen Baby und einem panikartig auf Wespen reagierenden Zehnjährigen waren wir für Experimente nicht zu haben. Staatsgründung gescheitert!


Unter anderen Umständen hätte ich vielleicht noch öfter meine Kamera auf den Eingang zum versteckten Wespennest gerichtet.

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© 2020 Andreas Jensvold